Nomadenfreundliches Deutschland: Die Meldeadresse

Wer digitaler Nomade ist – also einen nomadischen Lebensstil pflegt, dem werden in Deutschland gleich eine ganze Reihe von Knüppeln zwischen die Beine geworfen.

Einer dieser Knüppel ist das deutsche Meldegesetz. Dieses sieht ganz einfach nicht vor, dass Menschen häufig ihren Wohnort wechseln. Von einem mobilen Office will ich gar nicht erst anfangen. Wer schon einmal das eine oder andere Beamtengespräch geführt hat, weiß:

Ortsunabhängiges Business = Computer says no!

Zum Glück gibt es fantastische Dienstleister, wie zum Beispiel Dropscan. Wenn die Eltern oder die virtuelle Assistentin sich weigern, deine gesamte Post einzuscannen, springt Dropscan ein. Dort bekommst du eine Postfach-Adresse in Berlin, an welche du deine gesamte Post schicken lassen kannst. Diese wird dann für dich eingescannt und du kannst sie jederzeit online abrufen.

Als Meldeadresse taugt deine Dropscan-Adresse jedoch leider nicht, und hier beginnen dann auch schon die Probleme. Es wird erwartet, dass du an deiner Meldeadresse wohnhaft bist. In einem Scanner kann man nicht wohnen.

Dein Briefkasten braucht Aufmerksamkeit

Offizielle Post, wie zum Beispiel vom Amtsgericht oder vom Finanzamt, geht grundsätzlich an deine Meldeadresse. Da hilft auch kein Nachsendeauftrag, denn die Amtspost wird von Amts wegen nicht weitergeleitet. Wer einen netten Steuerberater hat, der zumindest die Post vom Finanzamt entgegennimmt, ist hier im Vorteil.

Fakt ist: Du musst laut Meldegesetz sicherstellen, dass am Briefkasten deiner Meldeadresse auch dein Name steht und dort regelmäßig jemand für dich nachschaut. Dieser jemand ist im Zweifel du selbst.

Besonders wichtig wird dies für deine Geschäftsadresse. Auch und vor allem hier muss sichergestellt sein, dass Amtspost dich zeitnah erreicht. Du bist verpflichtet, zu reagieren. Wenn nicht, kann das böse Konsequenzen haben.

Ein Problem tritt auf, wenn Firma Müller noch 2 Euro Fünfzig von Dir bekommt (und du dies vergessen hast) und Firma Müller deine aktuelle Adresse nicht hat. Firma Müller ist sauer und will die 2 Euro Fünfzig nun mit Hilfe eines Inkassobüros eintreiben. Das Inkassobüro ermittelt deine Meldeadresse über das Einwohnermeldeamt. Der Inkasso-Brief erreicht dich nicht. Schwuppdiwupps sind aus 2 Euro fünfzig schnell mal 250 Euro geworden. So oder so ähnlich kann es laufen.

Zudem sind Nachsendeaufträge mit Vorsicht zu genießen. Sich 100prozentig auf diesen zu verlassen ist nicht ratsam. Ich habe schon viele Nachsendeaufträge gestellt und immer wieder wurden Briefe nicht weitergeleitet.

Es gibt einfach keine ideale Lösung

Eine Meldeadresse ist in Deutschland zwar grundsätzlich nur Pflicht, solange man auch in Deutschland wohnhaft ist. Du kannst dich also z.B. vor einer Weltreise einfach abmelden und bekommst dann einen entsprechenden Stempel in deinen Personalausweis. “Keine Hauptwohnung in Deutschland“.

Wenn man sein Business in Deutschland betreibt (so wie vermutlich auch du), dann wird es aber schon bereits wieder schwierig. Hier muss definitiv eine Adresse her. Und in Deutschland ein Geschäft hat, bei dem wird davon ausgegangen und erwartet, dass er auch in Deutschland gemeldet ist oder zumindest Post empfangen kann.

Die Katze beißt sich hier gewaltig in den Schwanz. Quasi eine richtige Sadomaso-Katze.

Ein Blick nach Osten: Schlimmer geht immer

Westeuropäische Besucher rümpfen ein wenig die Nase, wenn sie für mehrere Monate nach Berlin kommen. Originalton: “What… I have to register my adress here? That is creepy!”

Langzeit-Besuchern aus östlicheren Ländern ist dieses Prinzip vertrauter. Vor allem in asiatischen Ländern sind sie weit verbreitet: Die umfassenden Melderegister. In China nennt man dieses Register “Hukou“. In Nordkorea heißt es “Hoju” und in Vietnam “Ho Khau”.

Das Hukou wurde in China zu Maos Zeiten eingerichtet, um maximale Kontrolle über die Bevölkerung zu erlangen. In sogenannten “Hukou-Büchern” wurde eingetragen, wo ein jeder Mensch geboren wurde.

Der Geburtsort war somit zwangsläufig als Wohnort festgelegt. Wer seine Heimatprovinz verlassen wollte, musste dies bei der Provinzregierung beantragen – und das wurde in den meisten Fällen abgelehnt.

Man war dazu verdammt, an seinen Geburtsort gefesselt zu sein.

In der Mao-Ära war die strenge Aufenthaltskontrolle der Menschen ein zentraler Bestandteil der Kontrolle über die Bevölkerung.

Im zugeordneten Wohnbezirk zu leben war Voraussetzung für absolut alles Lebensnotwendige. Essen und andere Konsumgüter bekam man nur in seinem Heimatort zugeteilt. Woanders gab es nix.

Auch wenn die Regeln stark gelockert wurden, das Grundgerüst des Hukou besteht in China bis heute. Zugang zu staatlichen Gesundheitsleistungen bekommt ein Chinese z.B. nur an seinem Heimatort. Auch arbeiten darf er/sie meist nur mit Genehmigung in einer anderen Stadt.

Ein großes Problem für die zahlreichen Wanderarbeiter in den Boom-Städten. Wenn sie sich z.B. ein Bein brechen, müssen sie zurück in die Heimatprovinz, um Hilfe zu bekommen. Auch ihre Kinder müssen sie in der alten Heimat zurücklassen, damit diese dort in die Schule gehen können.

Stell Dir einmal vor, die könntest nur in deinem Geburtsort deine Krankenversicherung in Anspruch nehmen oder zur Schule gehen? Byebye Nomadenleben.

Ein Beispiel: Im chinesischen Guangzhou leben weit über drei Millionen Menschen. Nur in etwa eine Millionen davon sind auch dort geboren. Alle anderen Bewohner sind durch das Hukou an ihren Geburtsort gebunden, und bekommen in Guangzhou deutlich weniger Leistungen vom Staat zugesprochen, was Gesundheit und Bildung angeht. Verrückt, oder?

Okay… ich möchte das Hukou nicht wirklich mit dem deutschen Meldewesen vergleichen. Ganz so schlimm ist es bei uns ja doch nicht (Achtung, leichte Ironie). Tatsache ist aber: Der deutsche Staat schnarcht mal wieder vor sich hin, während sich die gesellschaftliche Realität zur Zeit rasend schnell verändert.

Ganz offensichtlich herrscht in anderen Ländern ohne Meldewesen (USA, Großbritannien, Frankreich, Irland) auch keine totale Anarchie. Menschen können nach wie vor verklagt werden, gefunden werden, gezählt werden. Irgendwie scheint das alles zu gehen.

Wie könnte die Lösung aussehen?

Wäre eine E-Mail-Meldeadresse heutzutage nicht viel zeitgemäßer? Nennen wir sie einfach einmal “Maildeadresse”. Für offizielle Amtspost. Meinetwegen mit Pflicht, diese wöchentlich zu prüfen. Ob die sogenannte De-Mail so etwas einmal leisten könnte, weiß ich nicht. (Lobos tl;dr hierzu lautet jedenfalls De-Fail.)

Für all jene, die noch hinterm Mond leben oder aus irgendwelchen Gründen keinen Computer benutzen können, könnte man ja einen Postservice einrichten, der die Post, welche an die Melde-Emailadresse geht, ausdruckt und postalisch zustellt.

Nicht die Vorreiter und Innovatoren unter uns (z.B. die digitalen Nomaden) sollten hier die Dummen sein. Vielmehr sollte man einen Zugang zum Netz voraussetzen können oder die Schlafmützen ein wenig benachteiligen. Das Finanzamt macht das schließlich bereits schon lange. Steuerformulare sind heute online zu übermitteln. Postalisch werden diese nur noch in Ausnahmefällen erlaubt.

Zudem wandelt sich der Arbeitsmarkt zur Zeit enorm. Sichere Jobs gibt es nicht. Viele Menschen erkennen, dass die “sichere Festanstellung” im Grunde ein schlechter Scherz ist, und man in Zukunft nur überlebt, wenn man eigenverantwortlich handelt. Dieser Prozess wird sich zweifelsohne immer weiter verstärken.

Zum Überlebensnotwendigen gehört ganz klar Mobilität. Das wird nicht von heute auf morgen Jeden betreffen, aber zumindest all jene, die oben auf der Welle mitsurfen möchten. Und diesen Menschen sollte man keine Stöcke zwischen die Beine schmeißen.

Der Staat zwingt mich als selbstständigen Unternehmer ohne Ortsbindung, eine Adresse anzugeben, obwohl ich eben jene physische Adresse nicht mehr zwingend benötigen würde. Mir fällt kein logischer Grund ein, warum dies noch nötig wäre. Kennst du vielleicht einen guten Grund? Ich bin mir sicher, ich kann ihn entkräften.

Dank Dienstleistern wie Dropscan erreicht mich nun ein Großteil meiner mittelwichtigen Post relativ zuverlässig. Aber eben nicht alles: Wie oft habe ich mich in meinem leben schon umgemeldet. Wie oft hat mich wichtige Post nicht erreicht. Trotz Scanservice und Nachsendeauftrag… Ich bin müde. Ich will eine Maileadresse. Die ist virtuell und bleibt für immer gleich. Wann kann ich so etwas bekommen, Mutti?

Die wichtigsten Tricks

…um trotz Meldepflicht halbwegs viel Freiheit zu genießen:

kennst du noch andere Dienstleister, die man empfehlen kann, um trotz mobilem Office Herr über den Briefverkehr zu werden? Lass es mich wissen, gerne nehme ich diese hier mit auf.

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

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12 Comments

  1. Lookin for Jonny (2 comments):

    Ein Thema das mich seit längerem beschäftigt und worauf niemand so richtig eine Antwort weiß ist:

    Welche Konsequenzen hat eine Abmeldung aus Deutschland denn eigentlich?
    Weißt du etwas darüber?

    Gesetzlich ist man wohl verpflichtet, sich abzumelden, wenn man länger als 180(?) Tage unterwegs ist. Aber was sind die Konsequenzen? Für Banken, Versicherungen, Amtspost, etc.

  2. Marcus (3 comments):

    Toller Text, Tim!
    Auch PIN druckt und verschickt zuverlässig Briefe.

  3. Florian (7 comments):

    @Looking for Jonny:
    Das würde ich auch gern wissen. Ich habe mich im Juni 2011 ins Ausland abgemeldet, weil das die Krankenkasse für den Austritt so gefordert hat. Ich habe mich im August 2012 kurz zurückgemeldet, weil mein Reisepass voll war und ich für einen neuen Reisepass gemeldet sein musste. Ich habe mich dann gleich wieder abgemeldet um keine Probleme mit der Krankenversicherungspflicht in Deutschland zu bekommen. Ich hatte eine AKV bei der Hanse Merkur für max. 6 Wochen Deutschland pro Jahr. Die zuständige Fachkraft hat mich ganz böse angeschaut, als ob das Hin und Her meine Schuld wäre…

    Grundsätzlich wird wohl davon ausgegangen, dass ich mich in dem schäbigen Hostel in Quito, Ecuador aufhalte, dass ich zuletzt als “Wohnort im Ausland” angeben musste. Ich denke auch nicht, dass es Sinn der Sache ist alle 2-3 Tage ein Adressupdate durchzuführen, wenn das überhaupt möglich ist. Man wird halt wie ein Expat geführt. Klar hätte ich lieber eine E-Mail-Meldeadresse angegeben aber andererseits erwarte ich auch keine Post aus Deutschland.

  4. JonasB (4 comments):

    Also ich bin bislang ohne Abmelden und mit Nachsendeaufträgen ganz gut gefahren. Auch Post vom Finanzamt wurde immer weitergeleitet. Zumindest auf Reisen < 1 Jahr ist das denk ich die einfachste Variante und man macht nicht unnötig die Pferde scheu.

    Ansonsten ist es denk ich am besten seine Meldeadresse zu vertrauenswürdigen Verwandten/Freunden zu verlegen und dort seinen Namen mit auf dem Klingelschild aufzuführen.

  5. Sebastian (13 comments):

    Super Beitrag mit dem passenden Maß an Ironie. Ich habe mich vor einem Jahr endgültig abgemeldet und ewig nach zuverlässigen Informationen gesucht. Besonders als Gewerbetreibender oder Unternehmer wird es kompliziert, so wie du es ja hier beschrieben hast.

    Ich habe damals letztendlich gute Hinweise beim Raphaelswerk (für Auswanderer und Rückkehrer) in Berlin bekommen. Fazit: Abmeldung ist zwingend, wenn man sich für mehr als 180 Tage im Jahr im Ausland aufhält. Gewerbe muss dann abgemeldet werden (schade, da ich gerne weiterhin meine Steuern in D bezahlt hätte). Reisepass kann ich nun bei Botschaften weltweit beantragen und in D habe ich theoretisch keine Verpflichtungen und Ansprüche mehr. Für mich hat es weitaus mehr Vorteile als Nachteile, da ich in vielerlei Hinsicht Entscheidungsfreiheit habe (KV, Steuern, Rente …).

    @Tim die “Maildeadresse” klingt nach einer netten Idee, jedoch wäre das weder meiner 70-jährigen Großmutter, noch Personen, die sich der Technik entsagen, gegenüber fair. Ich frage mich lediglich, warum immer noch zwischen Meldeadresse und Postanschrift unterschieden wird… und ja, ich habe mich in den letzten 2 Jahren in China ca. 20 Mal wegen Umzug und neuem Visum bei der Polizei registrieren müssen (was übrigens auch für Hunde gilt). Im Gegensatz dazu, hält es der deutsche Stadt noch relativ human ;)

    • Tim (196 comments):

      Hi Sebastian. Vielen Dank für deinen Einblick. Sehr spannend, da du ja eher dauerhaft/langfristig ‘ausgewandert’ bist. Zahlst du nun also Steuern in China? Ist dein Business irgendwo “registriert”?

      Zu deiner Großmutter: Sicherlich muss man hier eine Lösung für nicht-technikaffine Menschen finden. Da diese aber die Minderheit sind, sollte die Sonderlösung eher hier gefunden werden, und nicht am anderen Ende der Kette. Meine Meinung.

  6. Sebastian (13 comments):

    Hi Tim, ich habe jetzt eine Limited in Hong Kong registriert, wo ich auch Unternehmensgewinne versteuere. Ich bin derzeit in China aber auch bei einem Unternehmen offiziell “angestellt” und bezahle hier theoretisch meine Einkommenssteuer. Gerade habe ich zu dem Thema Abmeldung des Wohnsitzes und den damit einhergehenden Vor- und Nachteilen auch einen ausführlichen Beitrag geschrieben. http://wirelesslife.de/wohnsitz-aus-deutschland-abmelden-pros-und-cons/

    Zur Meldeadresse: der Anteil der Menschen, die nicht technik-affin sind, nimmt natürlich drastisch ab und langfristig sollte es dort auch digitale Lösungen geben. Dennoch würde ich meiner und anderen Großmütter zuliebe für eine zweigleisige Übergangslösung plädieren, anstatt das System komplett umzustellen.

    • Tim (196 comments):

      Hi Sebastian. Eine Limited in Hong Kong ist sicher steuerlich günstig :) Danke für den Link zu deinem Artikel. Viele gute Hinweise darin *thumbs up* !!

  7. Andreas (2 comments):

    Hi Tim, ich kann dem heftig nickend zustimmen. Unser Wohnsitz ist seit November ein Womo, selbstständig bin ich auch. Allein schon diese Tatsache verursacht bei den Behörden Schnappatmung.
    Es ist ein bürokratischer Irrsinn, der sich nur mit halblegalen Tricks bewältigen lässt. Wir wohnen halt jetzt unter anderem bei unseren Kindern ;-)

  8. Oli (4 comments):

    Interessant, dass du ausgerechnet das Hukou-System erwähnst und mit dem Meldewesen vergleichst. Ich habe die Hukous immer eher mit dem Schweizer System des Heimatorts verglichen. Während das Hukou heute für die Personenfreizügigkeit im Land generell keine Rolle mehr spielt (auch ortsfremde können beispielsweise in Peking ein Auto oder eine Wohnung kaufen, wenn sie fünf Jahre in der Stadt gemeldet waren und Steuern bezahlt haben), sind andere Elemente meiner Meinung nach wichtiger. Zum Beispiel dürfen Menschen mit einem Land-Hukou Grund besitzen, während die Städter kein Boden erwerben können. Deswegen ändern auch viele Leute ihren Hukou nicht, wenn sie an einen anderen Ort ziehen. Ich habe jedoch den Eindruck, dass es der chinesischen Führung bewusst ist, dass das Hukou-System heute total veraltet ist und ich rechne damit, dass es bis in zehn Jahren abgeschafft wird. Immerhin gibt es unter den chinesischen Sozialwissenschaftlern viele prominente Namen, die das fordern. (Nur so als kleine Randbemerkung)

    • Tim (196 comments):

      Hi Oli, vermutlich hast du recht – ich denke auch, dass die Tage des Hukou gezählt sind. Aber das Problem ist doch, dass die Abschaffung zu einer Zunahme der Landflucht führen würde, oder ist das nicht der Grund, warum es das System überhaupt noch gibt?

      • Oli (4 comments):

        Zu einer verstärkten Verstädterung würde es wohl nicht führen, da faktisch die Personenfreizügigkeit innerhalb der Provinzen bereits jetzt gilt. Nur weil du ein Hukou von Henan hast, heisst das nicht, dass du nicht in Peking leben und arbeiten kannst. Etwa 80 Prozent meiner Freunde in Peking haben kein Pekinger Hukou und eine ganze Reihe von ihnen arbeitet für die Stadtregierung oder auch angesehene Firmen. Heute stehen eher Fragen in Zentrum wie die Sozialversicherung und solche Dinge. Ein Landbewohner bekommt weniger Rente – aber braucht natürlich auch weniger.

        Wieso das System nicht abgeschafft wird, weiss ich nicht. Es gibt in China viele Stimmen, die das fordern. Aber ich vermute, dass das damit zusammenhängt, dass auch andere Bereiche von einer Abschaffung betroffen wären. Ich denke da beispielsweise an die Ein-Kind-Politik, die ja nicht für alle Chinesen gilt. Das Hukou gibt die Möglichkeit, gewisse Dinge nur einem Teil des Volks zu erlauben und auf diese Weise die Folgen einer neuen Politik zu “testen”.

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