Der Arbeitstitel „Warum Geld dir irgendwann egal sein sollte“ stand schon eine Weile fest und tauchte immer wieder in meiner Liste unvollendeter Artikel auf. Dass ich ihn erst jetzt wieder aufgreife, liegt wohl daran, dass es nie einfach ist, über Kohle zu sprechen. Eine klare Meinung habe ich. Etwas zu sagen auch. Also raus damit!

Ich glaube an die Theorie, dass Geld einen Menschen nur bis zu einem gewissen Punkt glücklicher und zufriedener macht. Mehr ist grundsätzlich nie verkehrt, vor allem, da es einem die Möglichkeit gibt, neue Ideen schneller umzusetzen. Aber: Mehr Geld macht dich deswegen nicht nachhaltig glücklicher.

Ob das Zufriedenheitswachstum nun ab 4.000 Euro oder 8.000 Euro im Monat stagniert, das mag ich nicht beurteilen, denn es ist sicher auch bei jedem Menschen anders. Ich weiß, bei welcher Summe es bei mir persönlich stagniert. Das reicht mir.

Bedürfnisse sind unterschiedlich. Fakt ist aber, es gibt immer einen Punkt, an dem Geld nur noch eine Nebensächlichkeit wird oder zumindest werden sollte. Hilfreich ist es dazu, seinen maximalen Lebensstandard zu kennen.

Solange man diesen Punkt nicht erreicht hat, strampelt man in der oft besungenen Tretmühle (auch Hamsterrad genannt). Völlig egal ob man ein Festangestellter ist oder ein eigenes Business betreibt.

Das wahre Hamsterrad ist somit nicht die Festanstellung. Das wahre Hamsterrad sind finanzielle Sorgen, zu wenig Geld oder auch einfach ein Job ohne Erfüllung.

Festanstellung kann Erfüllung bieten

Was ich im Kreise der digitalen Nomaden nicht so gut finde, ist die grundsätzliche Verteufelung der Festanstellung. Das Argument gegen die Festanstellung ist hierbei meist, dass man seine Energie für den Traum eines anderen Menschen aufbringt. Das mag oft der Fall sein. Aber auch die Festanstellung kann ein Job mit Erfüllung sein.

Hier sei natürlich jedem seine Meinung zugestanden, aber es gibt auch viele Menschen, die in diesem Modell sehr glücklich sind und sich darin auch verwirklichen können. Ich denke dabei an einen guten Freund, der Szenenbilder beim Fernsehen ist, und diesen Job liebt. Eine andere Freundin ist in einem großen Architekturbüro in Peking und darf direkt am Entwurf mitarbeiten und ihre Kreativität bei Großprojekten einbringen. Eine andere Freundin ist Kindergärtnerin und liebt den Job über alles.

Klar, diese Jobs sind nicht ortsunabhängig. Ein Grund, warum für mich (und vermutlich auch für dich) die Festanstellung kein gutes Modell ist. Aber auch hier passiert einiges. Viele Firmen bieten da zunehmend mehr Freiheiten. Mal sehen, wo das hinführt. Wer wirklich frei von örtlicher Bindung sein will, für den führt wohl trotzdem kein Weg vorbei an der Selbstständigkeit.

Finanzielle Sorgen blockieren das Denken

Ich möchte jedoch einmal weg von der Verteufelung der Festanstellung und eine andere Sichtauf den Tisch werfen: Ich finde, dass jeder, der wenig Rücklagen hat, daher strampeln muss und permanent ums finanzielle Überleben kämpft, in einer Tretmühle steckt. Ganz gleich, welche Art von Job er oder sie hat. Denn in diesem Zustand bekommt man den Kopf nicht frei. Es dreht sich immer nur um den Zaster.

Man muss unterhalb eines gewissen Monatseinkommens ständig sehen, dass Kohle hereinkommt und steckt somit immer im täglichen Überlebenskampf, denn die nächste Rechnung kommt bestimmt. Der Vermieter hält die Hände auf, die Krankenversicherung will ihren Teil. 1.000 Euro im Sparschwein entspannen die Situation leider auch nicht wirklich.

Wie kommt man da raus? Eigentlich ganz einfach: Nur wer zurücklegen kann, kann irgendwann durchatmen. Es muss nicht viel sein, aber ein wenig sollte man zurücklegen können, sonst läuft etwas falsch. Das gilt auch (oder erst recht) für digitale Nomaden, so wie mich.

Dein Ziel muss also sein, Geld auf die hohe Kante legen zu können. Nicht nur für die nächste Steuerabrechnung und deine Altersvorsorge (Ja, auch Altersvorsorge ist wichtig für Nomaden – jeder wird im Alter träger und weniger denkfähig. Zu glauben, im Alter kein Polster zu brauchen, ist fatal.). Du musst aber vor allem auch etwas zurücklegen, um dich im Kopf frei zu machen von den Gedanken rund ums Geld.

Denn wer nichts auf die hohe Kante legen kann, der steckt im wahren Hamsterrad fest. Einfach mal das Rad anhalten, das kann er bzw. sie sich dann einfach nicht erlauben, völlig unabhängig von der Art des Jobs. Man rast immer dem Umsatz des Folgemonats hinterher.

Warum trotzdem lieber Selbstständigkeit?

Der entscheidende Unterscheid zum Angestelltenjob ist, dass die Chancen sein Einkommen langfristig zu steigern, als Selbstständiger deutlich besser sind. Und hier wird es interessant. Ein Level zu erreichen, in dem das liebe Geld stärker in den Hintergrund rücken kann, ist einfach greifbarer für einen Gründer, einen Selbstständigen, oder einen Entrepreneur im Allgemeinen. Wer hingegen nur für Andere arbeitet, bleibt in einem Abhängigkeitsverhältnis. Etwas, das heutzutage zunehmend zur Gefahr wird.

Viele junge Menschen suchen ihr Glück in Corporate Jobs, ohne die Möglichkeiten zu erkennen, die in einer Gründung stecken. Andere finden in eben jenen Corporate Jobs ihre Erfüllung. Völlig okay. Die Wahrscheinlichkeit ist hier nur größer, in diesem Fall immer und immer weiter strampeln zu müssen.

Es gibt auch Angestellte, die Karriere machen und irgendwann richtig gut verdienen. Das ist aber, auch wenn es keiner glauben mag, meist der Weg des größeren Widerstandes. Vor allem ist es der Weg, bei dem man Gefahr läuft, sich selbst ein Stück weit aufzugeben. Zudem hat man wenig persönliches Wachstum.

Ich kenne viele Beispiele dafür. Man legt seine Persönlichkeit so lange morgens im Büro an der Garderobe ab, bis man sie irgendwann dort vergisst und nie wieder abholt. Man wird ein anderer Mensch, und meist kein interessanterer. 40 Jahre die Persönlichkeit verstellen – das kann ja nicht gut gehen.

Sich aus dem besagten Hamsterrad zu befreien, das macht man jedoch am besten, in dem man es schafft, aus dem ständigen Zeit- und Geldmangel auszubrechen und dabei man selbst zu bleiben. Das ist eh unendlich wichtig: Man selbst bleiben. Sich nicht aufgeben. Zur eigenen Persönlichkeit stehen.

Vielleicht gelingt es dir, mit einer Passion von dir einmal zu diesem Punkt des finanziellen Durchatmens zu kommen. Muss aber nicht sein. Geld verdienen geht oft leichter. Deiner großen Leidenschaft kannst du im Zweifel auch immer noch folgen, wenn dein Einkommen oder deine Rücklagen stimmen. Geld kann schneller in den Hintergrund rücken, als du glaubst. Dazu muss man kein fünfstelliges Monatseinkommen haben.

Leidenschaft ist gut, muss aber nicht sofort sein

Jene, die ihrer Leidenschaft folgen, haben meist (nicht immer) zuvor ihre Geldsorgen abgeschüttelt, haben irgend eine andere Quelle angezapft oder sind schlichtweg vom Typ „Bergsteiger ohne Sicherungsseil“. Höre nicht auf die Leidenschaftsgesänge, solange du die finanziellen Sorgen noch mit dir herumtreibst.

Hast du diese überwunden, kannst du ihnen zuhören und deine Leidenschaften angehen. Sie zu einem Business ausbauen, oder auch einfach nur nebenher betreiben. Ganz wie du magst.

Verstehe mich nicht falsch. Man kann mit seiner Leidenschaft Geld verdienen. Aber ich denke bei vielen Menschen: erst A, dann B. Erst den Weg des geringeren Widerstandes, erst ein gewisses Einkommen sichern, und dann den Dingen widmen, die man mit voller Leidenschaft ebenfalls zum vollen Erfolg führen kann.

Ich zumindest bin mit dieser Strategie bestens gefahren. Ich betreibe ein kleines, langsam wachsendes Dienstleistungsunternehmen. Es hat drei Jahre gedauert dieses ans Laufen zu bringen.

Die Arbeit darin und daran macht mir Spaß. Als Leidenschaft würde ich es trotzdem nicht bezeichnen. Bei Leidenschaften sollte das Geld nie alleinig im Vordergrund stehen. Meine Leidenschaften lebe ich nun mit neuen Projekten aus, die ich beruhigt angehen kann, denn für meine Miete kommt etwas an anderer Stelle hinein.

Auch neue Projekte sollen natürlich langfristig Geld einbringen, und teilweise tun sie dies schon. Aber ich kann sie anders angehen. Ich kann sie angehen, wie man Leidenschaftsprojekte angehen sollte: Mit Leidenschaft, und nicht mit Geldsorgen.

Wie stehst du dazu?

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

21 Antworten zu “Geldsorgen, Glück und das wahre Hamsterrad”

  1. Hi Tim,
    puh, ein sehr direkter und unverblümter Artikel – Danke!

    Ich habe im Grunde schon alles durch: vom sehr gut bezahlten Angestelltenverhältnis in einem Großunternehmen, bei dem ich nach 6 Jahren völlig ausgebrannt war, bis hin zur Selbstständigkeit und einem Leben am finanziellen Existenzminimum. Bei beiden Varianten war ich nicht glücklich, daher kann ich deinem Artikel zu 100% zustimmen.

    Es bedarf einens Mindesteinkommens, um sich nicht dauernd Sorgen zu machen. Oder eines sehr sorglosen Gemüts, das ich nicht habe….
    Daher bin ich bereit, Kompromisse einzugehen, aber nicht, „meine Seele zu verkaufen“.

    Obwohl ich dieses Jahr 40 geworden bin, gehe ich die Selbstständigkeit noch einmal an. Ich habe aus Fehlern gelernt und gebe alles, dass ich dieses Mal (auch finanziell) erfolgreich sein werde. Dennoch greife ich zusätzlich erst einmal auf Jobs zurück, die den Start erleichtern.

    Vielen Dank für deine ehrlichen Worte,
    Nima

  2. Hi Tim,

    ein wichtiger Artikel mit einer Perspektive, der ich voll zustimmen kann. Die Zahl auf dem Bankkonto kann nicht glücklich machen. Wer sich davon nicht befreit, der wird – egal ob angestellt oder selbständig – nie aus dem Hamsterrad ausbrechen.

    Viele interessante Gespräche vom letzten Wochenende haben das auch bestätigt: die Selbständigkeit soll dir deinen gewünschten Lifestyle ermöglichen und dich nicht bestimmen.

    Genau wie du bin ich auch der Meinung, dass ich mein Geld nicht zwingend mit meiner Leidenschaft verdienen muss, um glücklich zu sein. Ein gut aufgestelltes Business (was nicht immer Spaß macht) verschafft mir die Freiräume und die Flexibilität, die ich zum glücklich sein brauche.

    Danke für die (wieder mal) klaren Worte im Beitrag,
    Sebastian

  3. Hallo Tim,

    Was du beschreibst reflektiert ziemlich gut meine eigene Sichtweise. Viele Menschen tun Geld als sehr unwichtig ab. Genau wie du sagst – irgendwann ist es das auch.

    Aber das ist erst der Fall, wenn ein finanzielles Polster besteht. Ein Polster, das viele Sorgen nimmt, um andere Dinge genießen zu können. Oder um den Sprung in die von dir beschriebene Selbständigkeit wagen. Geld macht selber nicht glücklich, kann aber in einem gewissen Maße der Türöffner zu vielen Dingen sein, die glücklich machen.

    Ich selber versuche beides: Eine eigene Selbständigkeit aufzubauen und damit anderen bei ihren finanziellen Problemen zu helfen. Dein Artikel zeigt, was für ein wichtiges Thema dies ist.

    Vielen Dank für diesen Artikel – du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen.

    Viele Grüße,
    Jannes

  4. Hallo Tim,
    dein Beitrag heute passt wie die Faust aufs Auge, bzw hervorragend zu meiner aktuellen Lektüre „Die 4-Stunden Woche) und meinen Wunsch nach angehender Selbstständigkeit / Teilzeit-Selbstständigkeit. Nachdem ich 7 Jahre lang am Existenzminimum gelebt und studiert habe, bin ich jetzt in einer Festanstellung (verwirkliche den Traum eines anderen, eigentlich vieler Anderer, denn wir sind Architekten und damit ist unsere Lebensaufgabe, Wünsche zu erfüllen), laufe schon der nächsten Phase der Ausgebranntheit entgegen und habe dennoch nur rund 500€ mehr zum Leben als ich es während der Studienzeit mit diversen Nebenjobs hatte. – Irgendwie deprimierend. Ich habe aber gelernt, damit zu leben und arbeite jetzt nebenher daran, noch etwas zu tun, was mir wirklich Spaß zu machen scheint. Und das bedeutet für mich den Einstieg in Social Media und das digitale Leben. Ob ich damit Geld verdiene? Ich weiß es nicht, aber meine Festanstellung gibt mir gerade ganz knapp so die Sicherheit, meine Miete zu zahlen und nicht alles zu verlieren, was ich habe.

    Von Beträgen wie 4000 oder 8000€ im Monat ist unsereins weit entfernt. Würde ich das verdienen, würde ich nach einem Monat schon kündigen und mir knapp ein halbes Jahr Urlaub gönnen…

    Vielen Dank und lieben Gruß
    Julia

    • Hey Julia, Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor. Aber toll, dass du schon daran arbeitest, dich da raus zu kämpfen. Ich kenne das. Als Architekt ist man besonders gefährdet, sein Leben lang für die Träume anderer zu arbeiten. Aber es geht auch anders. Übrigens: Als Selbstständiger sind 4.000 Euro übrigens gar nicht mal so viel, wenn man bedenkt, dass man jeden kleinen Pups selbst bezahlen muss.

  5. Hallo Tim,
    finde der Artikel trägt viel Wahres und Erkenntnissen, zu welchen viele leider nie oder zu spät gelangen!
    Ich habe von einer Studie gehört, dass ein monatliches Einkommen über 5000,00EUR nicht mehr glücklich macht! Ist natürlich auch immer situationsabhängig, aber die Denkweise trage ich dennoch! Ich kenne 3 Familien, in denen die Eltern beide ganztags arbeiten inkl. vieler Überstunden. Sie wollen ihren Kindern ein tolles Haus bieten, Markenkleidung, gesundes Essen, tolle Luxusurlaube – sie vergessen darüber hinaus aber, dass sie ihren Kindern zu wenig Zeit schenken, wenn sie jeden Tag erst um 20.00/ 21.00 Uhr nach Hause kommen und der Babysitter die Kinder schon ins Bett gebracht hat. Die knappe Zeit am Frühstückstisch und der Weg zur Schule reichen meiner Meinung nach nicht für gemeinsame Familienzeit. Darüber hinaus gehen die Wochenenden zum Aufräumen aus und die Kinder fänden auch einen günstigen Urlaub toll, es muss nicht der Urlaub für 10.00EUR sein für eine Woche. Meines Erachtens wäre es besser, wenn die Eltern Arbeitszeit zurück stecken würden und diese zeit ihren Kindern schenken könnten, auch wenn es dann keine Markenjeans für das 3 jährige Kind sind.

    Mehr Geld macht nicht glücklicher, denn das mehr Geld wird in eine größere wohnung, in ein größeres Urlaub oder in einen teureren Urlaub gesteckt und die wirklichen Werte gehen verlohren! Durch die teurere Wohnung bleibt weniger Zeit für Freunde, für Familie.

    Ein wichtiges Thema, eine wichtige Erkenntnis und ich finde toll, dass du den Artikel endlich von deiner To-Do Liste genommen und verfasst hast.

    Liebe Grüße
    Svenja

    • Hey Svenja, Danke für deinen Kommentar und die lieben Worte. Es stimmt, mehr Geld wird oft in Dinge investiert, die mit Glück wenig zu tun haben. Diese Dinge belasten einen dann, weil sie verwaltet, gepflegt und gesichert werden müssen. Schon fast eine Art Teufelskreis. Ich denke aber, bei vielen Menschen beginnt ein Umdenken – das Thema Minimalismus ist ja auch auf dem Vormarsch.

      Alles Gute Dir!

  6. Wow, you nailed it. Dass jeder seine eigene Grenze finden muss ist wirklich gut. Meine ist leider steil angestiegen, da wir jetzt in Australien leben. Aber dafür ist man generell glücklicher wenn man seinen Traum lebt.

  7. Hey Tim,

    vielen Dank für den super Artikel. Du sprichst dabei einen Punkt an, über den ich schon häufig nachgedacht habe. Das Verteufeln der Festanstellung ist auch das, was mir bei der DNX letztes Wochenende ein wenig eindimensional vorkam… Ich selbst war drei Jahre angestellt und mochte es überhaupt nicht. Ich kann also die Enthusiasten verstehen, die sich motiviert in die Selbstständigkeit stürzen und bin also sozusagen auch eine davon. Aber digitales Nomadenleben passt a) nicht zu jedem Beruf und b) ist einfach auch nicht die Erfüllung an sich. Was bringt es mir, wenn ich mich zum Sklaven meines eigenen Leidenschafts-Business mache und statt einer 4 eine 80 Stunden Woche habe, um meiner Leidenschaft zu folgen? Abgesehen davon finde ich, sind Leidenschaften in stetiger Entwicklung. Das merke ich auch an mir. Angefangen mit Grafikdesign (und Reiseblog) interessiere ich mich zunehmend (und irgendwie auch gezwungenermaßen 😉 ) auch mit Online-Marketing und Entrepreneurship. Man sollte sich zunächst mal auf das konzentrieren was man kann (natürlich sollte es auch Spaß machen) und womit man Geld verdienen kann. Nebenher nach und nach seine Leidenschaft zum Business auszubauen ist toll und gibt sicherlich Power. Die Gefahr ist nur, seine ganze Hoffnung (und finanzielle Absicherung) darauf zu stützen und plötzlich vor dem Nichts und OHNE Leidenschaft zu stehen.
    Liebe Grüße, Anne

  8. Hey Tim,

    sehr guter Artikel und gut, dass mal jemand einen der falschen Glaubenssätze in der Community anspricht. Langfristig sollte es das Ziel sein mit einer Leidenschaft Geld zu verdienen, kurzfristig sollte man aber eher darauf achten, mit möglichst wenig Aufwand, möglichst viel Geld zu verdienen.

    Beachten muss man auch, dass man vermutlich die Lust an seiner Leidenschaft verliert, wenn man 80 Stunden pro Woche mit seiner Leidenschaft Geld verdienen muss.

    EIn sehr gutes und sehr günstig Buch zu diesem Thema ist übrigens: „The Millionaire Fastlane“

    Liebe Grüße, Philipp

  9. Toller Beitrag!
    Erinnerte mich an meine frühere Zeit, wo ich auch viel zu viel ans Geld gedacht habe und somit den Urlaub nicht in vollen Zügen genießen konnte…
    Ich habe viel zu viel nachgedacht was später mal ist. Soll ich es tun, oder lieber doch nicht? Geld, Geld und nochmals Geld! Jetzt lebe ich meinen Traum aus und schlendere die nächsten 6 Monate in Thailand umher.
    Ich denke momentan nicht ans Geld und an später, denn diese Erfahrung an die Gute Zeit kann mir später keiner mehr nehmen.

  10. Auch wenn es auf der DNX vielleicht anders rüber gekommen ist: Auch eine Festanstellung kann in der ersten Phase förderlich sein auf dem Weg zum Digitalen Nomaden.
    Thx für Deine wie immer gut reflektierten Gedanken.

  11. wow… Da komme ich nach einem halben Jahr nochmal hier vorbei und sehe, dass ich inzwischen ein paar Gesichter aus deinen Kommentaren schon mal live gesehen habe. Und dich kenne ich inzwischen auch. Und inzwischen bin ich den leidigen Job los. Mein eigener Kommentar von Oktober erstaunt mich sogar, da ich wohl in diesem Moment gemerkt habe, dass ich ausbrenne. Hinterher hab ich es aber wieder verdrängt bis es zu spät war. – Schon erstaunlich.

    Und inzwischen bin ich in den Anfängen meiner Selbstständigkeit. Ohne Fallnetz und Sicherheitsseil. Ich hab es einfach nicht mehr ausgehalten und mein Körper hat mir letztendlich ein Bein gestellt. Ich gebe aber lieber 95% meines Einkommens für meine eigenen Träume aus als mir mit dem bisschen mehr Geld aus der Anstellung ein paar Tage der Erholung zu kaufen. In meinem Fall war das nichtmal Erholung weil ich mein ganzes Geld für Weiterbildung ausgegeben habe, nur um mal ein paar Tage aus dem Job raus zu kommen. Die waren sehr teuer und auch sehr anstrengend. Aber ich hab einfach die Freiheit gebraucht zu lernen wann ich will. Oder mindestens so oft ich wollte. Oder immerhin annähernd.

    Freu mich schon, dich in 2 Wochen in Berlin wieder zu treffen.
    LG Julia

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